Das Grundproblem:
Seit jeher hat die Natur CO₂ gebunden und in zwei Hauptlagerstätten gespeichert:
- Wirkneutral in fossilen Lagerstätten
- Bioaktiv im Humus der Erdoberschicht
Dabei stellt der Humus eine der größten CO₂-Lagerstätten dar.
Die moderne, technikgeprägte Gesellschaft ist stark energieabhängig und nutzt fossile
Energieträger. Dadurch wird das dort gebundene CO₂ wieder freigesetzt.
Gleichzeitig führt die wachsende Weltbevölkerung zu einem steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln.
Die intensive landwirtschaftliche Nutzung und Ernteentnahme tragen jedoch zur Degradierung der Böden bei und verringern somit die natürliche CO₂-Speicherfähigkeit.
Lösungsansätze:
- Technische CO₂-Entnahme und Speicherung
Diese ist mit hohem Energieaufwand verbunden und verursacht entsprechend hohe gesellschaftliche Kosten. - Bioaktive Umwandlung von CO₂ in Humus
Das durch Pflanzen gebundene CO₂ wird in technischen Anlagen bzw. Maschinen in stabilen Humus umgewandelt.
Dadurch wird der Bodenaufbau gefördert und eine zusätzliche Wertschöpfung geschaffen.
Es entsteht Dauerhumus mit einer deutlich höheren Effizienz gegenüber natürlichen Prozessen,wodurch ein schneller Humusaufbau aus vorhandener Biomasse möglich ist.
Konzept zur Maschinenverwendung:
Der größte Anteil sortenreiner Biomasse (z. B. Erntereste) entsteht in der Landwirtschaft.
Daher bietet sich der Einsatz der Maschine direkt im landwirtschaftlichen Betrieb an.
Vorteile:
- Das Ausgangsmaterial fällt vor Ort an
- Der Bedarf an Humus besteht ebenfalls vor Ort
- Transportaufwand zu zentralen Anlagen entfällt
- Die Materialqualität bleibt unter Kontrolle des Landwirts
- Die Bodenverbesserung kommt unmittelbar dem Betrieb zugute
- Zusätzliche Einnahmen können durch CO₂-Zertifikate generiert werden
Qualität des erzeugten Humus:
- Frei von Schadstoffen (Nachweis durch Bodenanalysen)
- Zulässig für die Ausbringung auf landwirtschaftlichen Flächen (gemäß Düngemittelverordnung)
- Dauerstabil (Dauerhumus)
- Messbarer Humuszuwachs (durch eigene Versuche belegt)
- Deutlich höhere Effizienz im Vergleich zu herkömmlichen Methoden
Die Maschine:
Die zentrale Anlagentechnik ist entwickelt und funktionsfähig.
Die Peripherie besteht aus handelsüblichen Komponenten.
Die Funktionsweise basiert auf dem Prinzip der hydrothermalen Humifizierung.
Dieses Verfahren ist wissenschaftlich untersucht und wurde analytisch verifiziert.
Der Prozess verläuft exotherm und benötigt nur geringe zusätzliche Energie.
Weiterführende Untersuchungen hierzu laufen derzeit.
Die Maschine ist geeignet für verschiedene Arten von Biomasse und Ernteresten.
Die CO₂-Bindekapazität beträgt – bezogen auf Strohmengen aus dem Getreideanbau – etwa 6,5 % der deutschen Emissionen.
Weitere Biomassequellen können zusätzliche Beiträge leisten.
Die Nährstoffgehalte bleiben weitgehend erhalten.
Die Bedienung ist einfach:
Biomasse wird zugeführt und als humose, wässrig-feste Mischung wieder entnommen.
Eine spezielle Ausbildung ist nicht erforderlich.
Der Einsatz ist flexibel und nicht strikt saisonabhängig, da keine besonderen Anforderungen an den Zustand des Ausgangsmaterials bestehen.